Chris

Ich heiße Chris und werde in 2 Wochen 28 Jahre alt.

Mein Mann (33) und ich sind seit Mai 2000 verheiratet und wünschen uns seit November 1999 ein Kind. Da ich immer ziemlich schnell schwarz sehe, habe ich schon nach 4 Monaten Üben einen Koller gekriegt und mich bzw. auch meinen Mann untersuchen lassen. Ergebnis: Ich habe wohl eine leichte Gelbkörperschwäche, die kommt und geht je nach Zyklus. Sonst ist wohl alles in Ordnung bei mir. Mein Mann hat ein stark eingeschränktes Spermiogramm, sowohl in Anzahl, Beweglichkeit und auch Form der Spermien. Ausgehend von einem Hodenhochstand in der Kindheit.

Zunächst verschrieb mir meine Frauenärztin ein pflanzliches Mittel, das den Zyklus unterstützen soll. Mein Mann bekam Padutin vom Urologen und nahm es letztendlich über 1 Jahr ein (der Arme, das sind ja auch ziemliche Hormonklopper). Nachdem nichts passierte waren wir schon nach 10 Monaten in der Kinderwunschsprechstunde. Unser Arzt riet direkt zur ICSI, von der wir aber zunächst nichts wissen wollten. Als dann nach einer Insemination wieder nichts passiert ist und das Spermiogramm durch das Padutin nicht wesentlich besser wurde, entschlossen wir uns, eine IVF in Angriff zu nehmen. Mitte Juli diesen Jahres bekam ich das negative Ergebnis der 1. ICSI dann. Das SG war doch zu schlecht für eine IVF. Mein Mann hat das Padutin sofort abgesetzt (hat eh nichts genutzt). Da ich ein pessimistischer Typ bin und mich so immer vor Enttäuschungen schützen will, stelle ich mir ständig vor wie es ist wenn es nie klappen wird. Das ist natürlich grundverkehrt. Nach der 1. negativen ICSI war ich am Boden zerstört. Mein Arzt macht mir Mut und meint, ich könnte allen Ernstes zuversichtlich sein, was unsere Situation betrifft. Angeblich hatten die in ihrer Praxis in den letzten 2 Monaten Schwangerschaftsraten nach IVF und ICSI von 40-42 Prozent!!! Ich hoffe sehr, daß er uns und allen in unserer Situation, die zu ihm kommen helfen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man jemals seinen Frieden findet wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Alles Gute Euch allen, Chris.